Workshops & Vorträge von Christoph Eichhorn

Ihre Schule ist an einem Konzept interessiert, das sie in die Lage versetzt, die hohen Herausforderungen der Unterrichtsgestaltung und Integration von Schülerinnen und Schülern (SuS), die täglich an Schulen gestellt werden, zu bewältigen. Sie sind bereit, neue Ideen auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen und gemeinsam mit den Lehrpersonen Ihrer Schule Schritt für Schritt entsprechende Erfahrungen auszuwerten.

Sie wissen, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Aber auch, dass präventive Unterrichtsorganisation, Kooperation und Austausch der Lehrpersonen untereinander, sowie die Fähigkeit Störungen undramatisch zu beenden, entscheidende Elemente auf diesem Weg sind. Das Ergebnis: Zufriedenere, motiviertere und gesündere Lehrpersonen, besseres Lern- und Schulklima, weniger Mobbing und Aggression und einen Imagegewinn für die Schule.

Zielgruppe: Schulleitungen

Umfang:

  • Minimal-Version: Ein Tag
  • Auf Wunsch ist eine vertiefte Version mit zwei Tagen möglich. Es hat sich bewährt, wenn beide Tage im Abstand von etwa einem halben Jahr stattfinden.

Ziele des Workshops:

  • Sie haben einen Einblick in das Potential von Classroom-Management.
  • Sie kennen einige der wichtigsten Classroom-Management-Tools, die es Lehrpersonen ermöglichen, mit wenig Aufwand viel zu erreichen.
  • Sie kennen die Vorteile, die es für Schulen hat, auf Classroom-Management zu setzen.

Inhalte:

  • Wichtige Bausteine von Classroom-Management wie z.B. Beziehung zu den SuS mit herausforderndem oder ängstlichem Verhalten aufbauen, Klassenregeln einführen und ihre Einhaltung langfristig garantieren
  • Stören professionell, also undramatisch, beenden
  • Classroom-Management an der Schule vertiefen.

Vor allem beim auf 2 Tage angelegten Workshop sind Inhalte zu Classroom-Management nach Ihrer Wahl möglich, z.B. Umgang mit SuS mit sehr herausforderndem Verhalten, schwierige Klassen, den Unterricht interessant gestalten, was bei SuS in der Pubertät zu berücksichtigen ist, usw.

Teilnehmerzahl: 15 Teilnehmende.

Unterlagen: Sie erhalten zu allen wichtigen Themen eine Zusammenfassung.

Honorar: Je nach Umfang und Absprache.

Ihr Workshopleiter
Christoph Eichhorn, Diplom-Psychologe, arbeitet als Lehrbeauftragter für Classroom-Management an der Universität Zürich (CH), der Universität Konstanz, (D) und der PH Weingarten (D). Sein Buch, „Classroom-Management: Wie Lehrpersonen, Eltern und Schüler guten Unterricht gestalten“, Klett-Cotta, ist in der 9. Auflage. Für die Lehrerfortbildung in Bulgarien und der Slowakei hat er ein Classroom-Management-Trainingsprogramm entwickelt. Er hält Vorträge und gibt Workshops zu Classroom-Management, an Schulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

Classroom-Management basiert auf einer guten Lehrpersonen-Schülerinnen und Schüler Beziehung einer präventiv ausgerichteten Unterrichtsorganisation und -durchführung sowie der Kompetenz, Störungen undramatisch beenden zu können.
Das Ergebnis ist ein geordneter Unterricht, eine gute Lehrpersonen-Schüler-Beziehung sowie eine gute Lernatmosphäre. Und vor allem erleichtert es die Arbeit aller Lehrpersonen, die sich für Classroom-Management engagieren. Es bietet viele einfach umzusetzende Anregungen mit oft hoher Wirkung. Klar verlangen aber komplexe Probleme auch ein umfassendes Vorgehen.

Classroom-Management bietet Lehrpersonen die nachweislich besten Instrumente,

  • bei schwierigen Klassenkompositionen (Helmke),
  • im Umgang mit SuS mit herausforderndem Verhalten (Hennemann, Hillenbrand)
  • bei der Reduzierung von aggressiven Verhalten mit einem Rückgang von bis zu über 50% (Wilson),
  • bei der Förderung von Resilienz von Kinder und Jugendlichen (Stiftung Vodafone und OECD).

Dieser Workshop kann auch getrennt nur für Schülerinnen und Schüler (SuS) bis zum Beginn der Pubertät gebucht werden   –   oder nur für SuS ab etwa Pubertät.

Zielgruppe:

  • Lehrpersonen ab etwa 6. bzw. 7. Klasse
  • Fachpersonen aus Schulen, die einen Einblick in Classroom-Management wünschen.

Umfang:
Für diesen Workshop existiert eine Basis- (etwa 1 Tag) und eine Intensiv-Version (etwa 2 Tage).

Ziele:

  • Sie sind mit der Philosophie von Classroom-Management als präventivem Handeln vertraut
  • Sie kennen einige der wichtigsten Classroom-Management-Bausteine
  • Sie sind in der Lage Aspekte von Classroom-Management in Ihrem Unterricht umzusetzen.

Inhalte:

  • Wie baue ich eine gute Beziehung vor allem zu den Schülerinnen und Schülern mit herausforderndem Verhalten auf?
  • Aspekte von SuS in der Pubertät, die für die Unterrichtsführung relevant sind, z.B. der Wunsch nach mehr Autonomie und Mitbestimmung.
  • Wie führe ich in das Thema Klassenregeln ein und was kann ich tun, damit meine SuS diese auch langfristig einhalten?
  • Wie reagiere ich, wenn Schülerinnen und Schüler stören?

Teilnehmerzahl: 20 – 25 Teilnehmende.

Unterlagen: Sie erhalten zu allen wichtigen Themen eine Zusammenfassung.

Honorar: Je nach Umfang und Absprache.

Ihr Workshopleiter
Christoph Eichhorn, Diplom-Psychologe, arbeitet als Lehrbeauftragter für Classroom-Management an der Universität Zürich (CH), der Universität Konstanz, (D) und der PH Weingarten (D). Sein Buch, „Classroom-Management: Wie Lehrpersonen, Eltern und Schüler guten Unterricht gestalten“, Klett-Cotta, ist in der 9. Auflage. Für die Lehrerfortbildung in Bulgarien und der Slowakei hat er ein Classroom-Management-Trainingsprogramm entwickelt. Er hält Vorträge und gibt Workshops zu Classroom-Management, an Schulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

Als seine Lehrperson den 12-jährigen Dario wegen dauerndem Stören ermahnte, sagte er, „meine Mutter sagte, ich muss mir von Ihnen nicht alles gefallen lassen“. Eine der größten Veränderungen von Schulen in den letzten Jahrzehnten besteht in der Haltung von Eltern gegenüber der Schule und Lehrpersonen. War es vor einigen Jahrzehnten noch normal, dass Eltern eigentlich zu allem, was die Lehrperson machte, uneingeschränkt „ja“ sagten, stehen heute viele Eltern zu 100% hinter ihrem Kind. Und glauben alles, was ihr Kind ihnen von der Schule berichtet. Obwohl wir doch alle wissen, dass das sehr subjektiv ist. Wir nennen das: „Schüler haben bei ihren Eltern das Informationsmonopol“. Weitere Belastungsfaktoren für Lehrpersonen und Schulen sind:

  • Das wachsende Misstrauen vieler Menschen in Institutionen,
  • Dass immer mehr Eltern einen Anwalt konsultieren, wenn sie mit Entscheidungen der Schule nicht einverstanden sind, statt sich mit der Lehrperson auszutauschen.

Glücklicherweise verläuft die Zusammenarbeit mit meisten Eltern zufriedenstellend und angenehm. Aber schon eine angespannte Beziehung mit den Eltern eines einzigen Schülers kann sogar sehr kompetente Lehrpersonen an den Rand der Verzweiflung bringen und extrem belastend sein.

Inhalte:

Der Workshop behandelt Themen wie:

  • Wie baue ich eine gute Beziehung zu den Eltern auf?
  • Wie verhalte ich mich, wenn Eltern kritisieren?
  • Wie suche ich mit Eltern das Gespräch, wenn sich ihr Kind in der Schule auffällig verhält?

Umfang und Honorar erfolgen nach Absprache.

Angaben zur Person
Christoph Eichhorn, Diplom-Psychologe, arbeitet als Lehrbeauftragter für Classroom-Management an der Universität Zürich (CH), der Universität Konstanz, (D) und der PH Weingarten (D). Sein Buch, „Classroom-Management: Wie Lehrpersonen, Eltern und Schüler guten Unterricht gestalten“, Klett-Cotta, ist in der 9. Auflage. Für die Lehrerfortbildung in Bulgarien und der Slowakei hat er ein Classroom-Management-Trainingsprogramm entwickelt. Er hält Vorträge und gibt Workshops zu Classroom-Management, an Schulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

„Ich hab keinen Bock mehr auf Schule“, so der 14-jährige Julian trotzig. Die 15-jährige Sabrina erklärte ihrer Lehrperson, „wenn ich ehrlich bin, sind Sie nicht mein Fall“.

Unterrichten kann richtig anspruchsvoll und belastend sein. Und wir wissen doch, dass schon ein einziger Schüler eine Klasse erheblich durcheinanderbringen und seiner Lehrperson die Freude am Beruf trüben kann. Der Workshop zielt darauf ab, Antworten für derartige Herausforderungen zu entwerfen. Sie wissen natürlich, dass es dafür keine einfach umzusetzenden Patentlösungen geben kann, sondern dass ein komplexes und langfristig angelegtes Vorgehen gefordert ist. Es geht hier also mehr um Begleitung und nicht um eine endgültige Problembeseitigung – das ist meist nicht möglich. Dennoch ist einiges möglich, wenn diese Begleitung präventive Aspekte der Unterrichtsorganisation, wie z.B. gute Vorbereitung und der Aufbau guter Lehrpersonen-Schüler-Beziehungen, als auch kompetentes Intervenieren bei Stören beinhaltet. Sie sind bereit, diesen Weg zu gehen. Ihr Ziel ist, auch diese Schüler zu unterstützen und wenn möglich in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern. Idealerweise hat Ihr Schulleiter ein offenes Ohr für Ihre Überlegungen, denn im Classroom-Management ist klar, dass ein Schüler mit richtig herausforderndem Verhalten nicht das „Problem“ der einzelnen Lehrkraft sein kann, sondern dass Veränderungsansätze eine deutlich höhere Chance haben, wenn sich möglichst viele Lehrpersonen, die diesen Schüler unterrichten, dafür engagieren.

Dieser Workshop kann auch getrennt nur für Schülerinnen und Schüler (SuS) bis zum Beginn der Pubertät gebucht werden   –   oder nur für SuS ab etwa Pubertät.

Zielgruppe:

Lehrpersonen, Schulpsychologen, Beratungslehrpersonen, Schulsozialarbeiter, Fachpersonen für Förderschwerpunkt sozial-emotionalen Entwicklung.

Umfang:

  • Einführungs-Version: 1 Tag
  • Intensiv-Version: 2 Tage.

Ziele:

  • Sie sind mit der grundlegenden Problematik dieser SuS vertraut,
  • Sie wissen, dass der Aufbau neuer Gewohnheiten ein langfristiger Prozess ist,
  • Sie kennen verschiedene Möglichkeiten, diese SuS zu unterstützen.

Inhalte:

  • Bausteine präventiven Vorgehens
  • Störungen undramatisch beenden
  • Was brauchen Schüler wie Julian und Sabrina, um sich besser zu fühlen und besser lernen zu können
  • Negative Emotionen bei SuS erkennen und konstruktiv bearbeiten.

Auf Wunsch auch Themen wie z.B. schwierige Klassen, Risiko Sanktionen – was beim Einsatz von Sanktionen von Bedeutung ist und andere.

Teilnehmerzahl:

  • Für die eintägige Einführungs-Version: 20 Teilnehmende
  • Für die zweitägige Intensiv-Version: 20 Teilnehmende.

Unterlagen: Sie erhalten zu allen wichtigen Themen eine Zusammenfassung.

Bemerkung: 

Bei diesem sehr komplexen Thema ist die 2tägige Intensiv-Version vorzuziehen. In der Minimal-Version können bedeutende Aspekte aus Zeitgründen nicht vertieft besprochen werden.

Honorar: Entsprechend Umfang und Absprache.

Ihr Workshopleiter
Christoph Eichhorn, Diplom-Psychologe, arbeitet als Lehrbeauftragter für Classroom-Management an der Universität Zürich (CH), der Universität Konstanz, (D) und der PH Weingarten (D). Sein Buch, „Classroom-Management: Wie Lehrpersonen, Eltern und Schüler guten Unterricht gestalten“, Klett-Cotta, ist in der 9. Auflage. Für die Lehrerfortbildung in Bulgarien und der Slowakei hat er ein Classroom-Management-Trainingsprogramm entwickelt. Er hält Vorträge und gibt Workshops zu Classroom-Management, an Schulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

Es gibt sie, diese schwierigen Klassen – das zeigen auch aktuelle Forschungsergebnisse. Und das macht unsere Arbeit richtig komplex und anspruchsvoll. Aber klar ist auch: Wir haben gute Chancen, diese Probleme in ihrer Ausprägung zumindest abzufedern, wenn wir konsequent auf Classroom-Management setzen. Die meisten Lehrpersonen haben mit einem solchen Vorgehen gute Erfahrungen gemacht.

Zielgruppe:

Lehrpersonen, Schulpsychologen, Beratungslehrpersonen, Schulsozialarbeiter, Fachpersonen für Förderschwerpunkt sozial-emotionalen Entwicklung

Umfang:

  • Minimal-Version: 1 Tag
  • Intensiv-Version: 2 Tage

Ziele:

  • Sie kennen einige Grundlagen von Classroom-Management, die im Umgang mit schwierigen Klasse hilfreich sind.
  • Sie kennen wichtige Aspekte der Dynamik, die sich in schwierigen Klassen zwischen den Schülern und der Lehrperson entwickelt.
  • Sie sind in der Lage, in schwierigen Klassen Veränderungen einzuleiten.

Inhalte: Minimal-Version:

  • Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Schülerinnen und Schülern (SuS) auf – vor allem zu denen mit herausforderndem Verhalten.
  • Wie führe ich in das Thema Klassenregeln ein und was kann ich tun, damit die SuS diese auch langfristig einhalten?
  • Was bedeutet Allgegenwärtigkeit und wie setze ich dieses bedeutsame Führungsinstrument wirksam um?
  • Wie handle ich konsequent?
  • Warum positive Kommunikation gerade in schwierigen Klassen so wichtig ist.

Inhalte: Intensiv-Version:

  • Wie baue ich eine gute Beziehung zu allen meinen SuS auf – vor allem zu denen mit herausforderndem Verhalten.
  • Wie gestalte ich Übergangssituationen wie z.B. den Wechsel vom Sitzkreis an den Platz, das Betreten das Klassenzimmers usw. störungsarm
  • Wie führe ich in das Thema Klassenregeln ein und was kann ich tun, damit die Schülerinnen und Schüler diese auch langfristig einhalten?
  • Was bedeutet Allgegenwärtigkeit und wie setze ich dieses bedeutsame Führungsinstrument wirksam um?
  • Warum positive Kommunikation gerade in schwierigen Klassen so wichtig ist.
  • Wie reagiere ich, wenn Schülerinnen und Schüler stören?
  • Wie handle ich konsequent?

Teilnehmerzahl:

  • Für die eintägige Einführungs-Version: 20 Teilnehmende
  • Für die zweitägige Intensiv-Version: 20 Teilnehmende

Unterlagen: Sie erhalten zu allen wichtigen Themen eine Zusammenfassung.

Bemerkung:  Bei diesem sehr komplexen Thema ist die 2tägige Intensiv-Version vorzuziehen. In der Minimal-Version können bedeutende Aspekte aus Zeitgründen nicht vertieft besprochen werden.

Honorar: Entsprechend Umfang und Absprache.

Ihr Workshopleiter
Christoph Eichhorn, Diplom-Psychologe, arbeitet als Lehrbeauftragter für Classroom-Management an der Universität Zürich (CH), der Universität Konstanz, (D) und der PH Weingarten (D). Sein Buch, „Classroom-Management: Wie Lehrpersonen, Eltern und Schüler guten Unterricht gestalten“, Klett-Cotta, ist in der 9. Auflage. Für die Lehrerfortbildung in Bulgarien und der Slowakei hat er ein Classroom-Management-Trainingsprogramm entwickelt. Er hält Vorträge und gibt Workshops zu Classroom-Management, an Schulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

Viele Lehrpersonen sind daran interessiert, bei Stören kompetent zu handeln. Zu Recht. Denn davon hängen zentralen Aspekte der Unterrichtsführung ab, wie z.B., wie sich die Beziehung zwischen Schülerinnen und Schülern (SuS) und Lehrperson entwickelt, und damit auch, ob diese SuS in Zukunft weiter mit ihrer Lehrperson kooperieren oder noch mehr stören. Aber auch das Klassenklima sowie der Lernintensität und die Lernentwicklung unserer Schüler werden davon tangiert.

Die meisten Störungen sind eher gering, können aber durch ihre Häufigkeit belastend sein. Bei vielen Störungen steht aber nicht ein reaktives, sanktionierendes Vorgehen im Vordergrund, sondern präventive Aspekte der Unterrichtsorganisation. Also z.B., wenn es beim Wechsel vom Sitzkreis an den Platz zu Störungen kommt, wenn es bei der Kleingruppenarbeit zu Durcheinander kommt und viele mehr. Allerdings ist im Classroom-Management auch klar, dass es sich nie ganz vermeiden lässt, dass SuS stören. Wir müssen also auch in der Lage sein, die kleinen und großen Störungen professionell zu bewältigen.

Zielgruppe:

Lehrpersonen, Schulpsychologen, Beratungslehrpersonen, Schulsozialarbeiter, Fachpersonen für Förderschwerpunkt sozial-emotionalen Entwicklung.

Umfang:

  • Einführungs-Version: 1 Tag
  • Intensiv-Version: 2 Tage.

Ziele:

  • Sie kennen präventive Classroom-Management-Tools, die dazu beitragen, dass es im Klassenzimmer runder läuft
  • Sie sind in der Lage wichtige Aspekte der behandelten Inhalte in Ihrer Klasse umzusetzen.

Inhalte: Minimal-Version:

Einführung in präventive Aspekte von Classroom-Management mit Themen wie z.B.

  • Was beim Beziehungsaufbau zu SuS mit herausforderndem Verhalten zu beachten ist
  • Wie man Klassenregel einführt und vor allem deren Einhaltung langfristig absichert
  • Wie man Störungen undramatisch beendet.

Inhalte: Intensiv-Version:

  • Wie baue ich eine gute Beziehung zu allen meinen SuS auf – vor allem zu denen mit herausforderndem Verhalten.
  • Wie führe ich in das Thema Klassenregeln ein und was kann ich tun, damit die SuS diese auch langfristig einhalten?
  • Was bedeutet Allgegenwärtigkeit und wie setze ich dieses bedeutsame Führungsinstrument wirksam um?
  • Wie handle ich konsequent?

Der Workshop will Kompetenzen sowohl für den Umgang mit den „kleinen“ als auch mit den „schweren“ Störungen vermitteln. Dabei stehen undramatisches Handeln der Lehrperson als auch Lob und Anerkennung geben, im Mittelpunkt.

Teilnehmerzahl:

  • Für die eintägige Einführungs-Version: 15 Teilnehmende
  • Für die zweitägige Intensiv-Version: 20 Teilnehmende

Unterlagen: Sie erhalten zu allen wichtigen Themen eine Zusammenfassung.

Bemerkung: Das Thema Stören ist sehr komplex und facettenreich. Und beim Reagieren auf störendes Verhalten geht es oft ums Detail – also wie genau geht man vor. Um derartige Fragen zu bearbeiten, ist die Intensiv-Version klar vorzuziehen. Die Intensiv-Version dieses Workshops ist auch für Lehrpersonen mit einer schwierig zu führenden Klasse geeigneter als die Einführungsversion. Wer sich aber nur einen kurzen Überblick über dieses Thema verschaffen möchte, sollte mit der Minimal-Version des Workshops ausreichend versorgt sein.

Honorar: Entsprechend Umfang und Absprache.

Ihr Workshopleiter
Christoph Eichhorn, Diplom-Psychologe, arbeitet als Lehrbeauftragter für Classroom-Management an der Universität Zürich (CH), der Universität Konstanz, (D) und der PH Weingarten (D). Sein Buch, „Classroom-Management: Wie Lehrpersonen, Eltern und Schüler guten Unterricht gestalten“, Klett-Cotta, ist in der 9. Auflage. Für die Lehrerfortbildung in Bulgarien und der Slowakei hat er ein Classroom-Management-Trainingsprogramm entwickelt. Er hält Vorträge und gibt Workshops zu Classroom-Management, an Schulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

Herausforderung Distanzregel

Mit der Distanzregel kommt eine neue große Herausforderung auf alle Schulen zu. Dieser Beitrag gibt Schulen und Lehrpersonen konkrete Hinweise, wie die Abstandsregelungen aus Sicht von Classroom-Management umgesetzt werden können.

Wann besprechen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern die Distanzregel?

Am besten schon nach den ersten Minuten des ersten Schultages. Warum?

  1. Weil es sehr hohe Priorität hat, dass unsere Schülerinnen und Schüler die Distanzregel einhalten.
  2. Weil wir unseren Schülerinnen und Schülern durch das frühe Besprechen signalisieren, dass es sich hierbei um etwas Wichtiges handelt. Stellen Sie sich bitte vor, dass eine Lehrperson damit erst gegen Ende des ersten Schultages beginnt. Dann kann das bei einigen Schülerinnen und Schülern den Eindruck erwecken, das Thema sei nicht so wichtig.
  3. Wir wissen aus der Gedächtnisforschung, dass eine erste Information im Gedächtnis besonders gut gespeichert wird, besser als eine siebte oder dreizehnte.

Deshalb lautet die Empfehlung: Sehr früh das Thema Distanzregeln einführen – zum Beispiel nach einer kurzen Begrüßung.

Am Vorwissen unserer Schülerinnen und Schüler ankoppeln

Wir besprechen zunächst mit unseren Schülerinnen und Schülern, was sie schon zum Thema wissen.

Die Sinnfrage besprechen

Bei schwierigen Klassen und mit Schülerinnen und Schülern mit herausforderndem sowie oppositionellem Verhalten bietet sich folgende Frage an „Warum ist die Distanzregelung wichtig? Bitte nennt mindestens zwei Gründe“. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Kleingruppen, recherchieren evtl. selbst dazu im Internet und präsentieren dann ihre Ergebnisse. Die Lehrperson bringt ihre eigenen Erkenntnisse mit ein.

Sich Handlungsoptionen für schwierige Situationen im Vorhinein überlegen

Sich auf schwierige Unterrichtssituationen im Voraus einzustellen ist eines der wichtigsten Tools im Classroom-Management. Es hilft uns entscheidend dabei Probleme zu bewältigen, falls diese auftreten. Natürlich können wir nur teilweise voraussehen, welche Probleme in einer Unterrichtssituation auftreten könnten – das ist aber nicht tragisch. Niemand kann alles perfekt machen, schon gar nicht in einem so anspruchsvollen Beruf wie dem Lehrberuf. Welche Probleme könnten auftreten, wenn wir die Sinnfrage bei älteren Schülerinnen und Schülern ansprechen?

  1. Einige Schülerinnen und Schülern bringen Fake-News ein

Sie sind von deren Richtigkeit überzeugt. Was tun? Eventuell sich mit diesen Schülerinnen und Schülern zu einem späteren Zeitpunkt treffen, um sich dann mit Zeit und Ruhe mit ihnen auszutauschen. Dabei ist es sinnvoll im Hinterkopf zu behalten, dass es älteren Schülerinnen und Schüler ein Bedürfnis ist, dass wir ihnen auf Augenhöhe begegnen. Das bedeutet konkret, dass wir sie auch dann ernst nehmen und uns mit ihren Argumenten befassen, wenn diese unrealistisch sind oder ganz eindeutig dem aktuellen Stand der Wissenschaft widersprechen. Ein einfacher Weg dazu ist, zunächst mit eigenen Worten zu wiederholen, was der Schüler gesagt hat. Dann haben wir zwei Möglichkeiten:

  1. 1. Wir sagen zu dem Schüler, „Interessant – aber es gibt dazu auch ganz andere Ansichten. Ich möchte deine Aussage in die Klasse einbringen. Dann recherchiert ihr in Einzelarbeit oder Kleingruppen dazu…“ Oft ist diese Alternative besonders wirksam, denn viele Schülerinnen und Schüler hören mehr auf die Meinung ihrer Peer-group als auf die von Erwachsenen.
  2. 2. Wir sagen zu dem Schüler, „Interessant – aber es gibt dazu auch ganz andere Ansichten.“ Nach einer kurzen Pause tragen wir diese vor. Wichtig ist, langsam, sachlich und unaufgeregt zu sprechen.

Mit diesem Vorgehen erhöhen wir die Chance, dass diese Schülerinnen und Schüler damit beginnen, ihre bisherige Ansicht in Frage zu stellen. Dann werden sie sich eher an die entsprechenden Abmachungen halten.

  1. 1. Störungen: Hypothetisches Fallbeispiel 1: Stellen Sie sich bitte folgende Szene vor: Als eine Lehrperson einer siebten Klasse ihre Erkenntnisse zu Covid-19 einbringt, ruft ein Schüler, nennen wir ihn Ruben, der schon früher durch herausforderndes Verhalten auffiel, in die Klasse, „Das stimmt ja überhaupt nicht, was Sie da erzählen!“ Oder, ein Schüler kommentiert auf diese Weise die Präsentation einer Kleingruppe. Was jetzt?

Je nach Klasse und Schüler müssen wir mit solchen Vorkommnissen rechnen. Im Internet finden wir ja auch ganz unterschiedliche und sich teilweise widersprechende Informationen zum Thema Covid-19.

Die Classroom-Management Position zu solchen Vorkommnissen ist eindeutig: Auf jeden Fall ist wichtig, selbst in solchen Situationen entspannt und ruhig zu handeln. Wir könnten beispielsweise zum Schüler sagen, „Ruben, wir haben abgemacht, dass man sich meldet, wenn man etwas sagen möchte“ und direkt weiter unterrichten. Wir können uns merken, dass Ruben schnell dazwischenruft. Falls das weiterhin vorkommt, laden wir ihn zu einem Einzelgespräch ein, mit dem Ziel, ihn dabei zu unterstützen, es in Zukunft besser zu machen. Mehr dazu erfahren Sie in Eichhorn, (2018 A).

  1. 2. Störungen: Hypothetisches Fallbeispiel 2: Und wenn Ruben zur Lehrperson sagen würde, „Sie reden ja einen Schwachsinn!“ Auch dann gilt, ruhig und entspannt vorzugehen. Wir könnten sagen, „Ruben, das geht hier nicht – wir haben abgemacht, dass wir uns mit Respekt behandeln.“ Und eventuell hinzufügen „ich möchte dich später sprechen“. Auch in dem Fall unterrichten wir sofort weiter, um die Störung nicht selbst noch mehr aufzubauschen. Indem wir sagen „ich möchte dich später sprechen“ signalisieren wir unserer Klasse, dass wir nicht bereit sind, solches Verhalten hinzunehmen und dass wir in der Lage sind, sogar bei solchem Stören eindeutig und souverän zu handeln.

Später führen wir mit Ruben ein Einzelgespräch. Da geht es darum, ihn dabei zu unterstützen, sich angemessen zu verhalten. Mehr zu dieser Interventionsform – es handelt sich dabei um die Zwei-Phasen-Intervention – erfahren Sie in Eichhorn (2018 A).

Anregung für Schulleitungen: Sammeln Sie während einer Teamsitzung mögliche Störungen, die beim Besprechen der Distanzregel auftreten könnten, lassen Sie diese gewichten und in Kleingruppen Lösungsvorschläge entwickeln.

Die Sinnfrage längerfristig bearbeiten

Damit ist aber die Sinnfrage nicht für immer geklärt. Neue Informationen, Erkenntnisse und Falschmeldungen zu Covid-19 tauchen fast täglich auf. Da bietet es sich bei älteren Schülerinnen und Schülern an, die Sinnfrage nach mehreren Tagen bzw. Wochen ein weiteres Mal aufzugreifen. Dann lautet die Aufgabe für die Kleingruppen beispielsweise, ihre beim ersten Mal erarbeiteten Befunde auf den neuesten Stand der Forschung zu bringen.

Betroffene zu Beteiligten machen

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten in Kleingruppen die Fragen „Wie können wir die Distanzregel gut umsetzen?” Wichtig ist, diese Frage weiter zu präzisieren, also z.B. wenn wir durchs Schulhaus ins Klassenzimmer gehen, wenn wir das Klassenzimmer betreten, wenn wir auf die Toilette gehen, während der großen Pause usw.

 

Natürlich hat die Schule schon eigene konkrete Vorstellungen, was die Distanzregel betrifft. Diese müssen wir zunächst bekannt geben. Oft gibt es dann aber noch Spielräume, was deren konkrete Umsetzung anbelangt. Genau dazu ist es sehr sinnvoll, gerade ältere Schülerinnen und Schüler mitbestimmen zu lassen und damit ihrem gewachsenen Autonomiebedürfnis Rechnung zu tragen. Wir wissen, dass unsere Schülerinnen und Schüler besser mit uns kooperieren, wenn wir sie mitbestimmen lassen. Das machen wir ja auch schon in vielen anderen Situationen.

Regeln mit einer Präambel einleiten

Fast alle Schulen haben schriftlich fixierte Regeln. Das ist sehr sinnvoll. So geben zum Beispiel viele Gymnasien den neu eintretenden Schülerinnen und Schülern diese Regeln schriftlich. Auf den Unterlagen folgt dann oft eine Regel auf die andere – manchmal sogar über mehrere Seiten. Was gut gemeint ist, kann ungünstige Auswirkungen haben. Nämlich, dass einige Schülerinnen und Schülern automatisch eine innere Abneigung oder Widerstand dagegen entwickeln. Genau das wollen wir auf jeden Fall vermeiden – vor allem beim Thema Abstandsregeln. Was tun?

1. Regeln mit einer Präambel einleiten

Dort steht zum Beispiel unter anderem, „Uns ist wichtig, dass sich alle an unserer Schule wohlfühlen und gesund bleiben. Viele von euch wissen, dass sich auf der ganzen Welt ein gefährliches Virus verbreitet. Wissenschaftler haben festgestellt, dass folgende Maßnahmen dabei helfen, die Pandemie einzudämmen und dass Risiko reduzieren, dass sich andere Menschen mit dem Virus infizieren.…“ Ziel ist also, eine positive und überzeugende Begründung für die Abmachungen anzugeben.

2. Lehrpersonen gehen in Vorleistung

Das heißt, dass zunächst beschrieben wird, was die Lehrpersonen tun, damit sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen und gesund bleiben, also z.B.

– „Wir, also eure Lehrpersonen, werden alles tun, um die Distanzregel einzuhalten, denn uns ist ganz wichtig, dass wir alle gesund bleiben.“

– „Wenn jemand von euch Fragen zu diesem wichtigen und gleichzeitig schwierigen Thema hat, beantworten wir diese gerne – meldet euch bitte einfach. Uns ist sehr wichtig, euch gut zu informieren.“

– „Wenn ihr Vorschläge habt, was die Einhaltung der Distanzregel angeht, könnt ihr diese gerne einbringen. Wir, also die Schule, garantiert euch, dass wir eure Vorschläge sorgfältig anschauen und überlegen, ob und wie man diese umsetzen kann.“ Eventuell können wir hinzufügen, „für gute Vorschläge gibt es einen Sonderpreis“

– „Wir werden sehr genau darauf achten, dass alle die Distanzregel einhalten. Klar, kann man auch mal im Alltag vergessen, die Distanzregel einzuhalten. Dann werden wir euch aber gleich an die Regel erinnern – das ist keine Strafe, sondern eine gut gemeinte Erinnerung. Bitte haltet dann die Regel auch gleich ein – vielen Dank schon im Voraus!“

3. Konkreten Abmachungen

Erst jetzt folgen die konkreten Abmachungen, die für die Schülerinnen und Schüler gelten.

Ziel dieses Vorgehens ist die Akzeptanz der Schülerinnen und Schüler, was die Einhaltung der Abmachungen anbelangt, zu steigern.

Mit Belohnung arbeiten

Bei schwierigen Klassen bietet es sich an, in den ersten Tagen großzügig Belohnungen geben;  zum Beispiel Anerkennungskarten. Bei älteren Schülerinnen und Schülern ist oft sinnvoll die Anerkennung an die ganze Klasse zu geben, statt an einzelne Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich könnten wir noch eine kleine Extra-Belohnung in Form einer Süßigkeit anbieten – vor allem bei schwierigen Klassen.

Die Anerkennungskarte

 

Der Spezialauftrag: Beobachten, was andere gut machen

Der an die ganze Klasse gerichtete Spezialauftrag kann lauten, „Achtet bitte heute sorgfältig darauf, wer es schafft, die Distanzregeln gut einzuhalten. Am Ende des Tages (oder schon vor der großen Pause) besprechen wir, was ihr beobachtet habt.“ Dann teilen wir ein Beobachtungsblatt aus, auf dem unsere Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen notieren können.

Alternativ dazu bietet sich an, Paare zu bilden, die sich gegenseitig beobachten. Damit grenzen wir den Beobachtungsfokus unserer Schülerinnen und Schüler ein, was das Beobachten erleichtert.

 

Während des Tages fragen wir einige Male, wer schon etwas beobachtet hat. Das hat zwei bedeutsame Vorteile: Wir machen damit die Beobachtungen unserer Schülerinnen und Schüler und damit indirekt auch die Einhaltung der Abstandsregel zu etwas Wichtigem. Und wir erhöhen die Chance, dass unsere Schülerinnen und Schüler etwas beobachten.

Die Besprechung der Beobachtungen inszenieren

Fallbeispiel: Einigen Lehrpersonen, die in höheren Klassen unterrichten, ist es bei ähnlichen Fragestellungen gelungen, die Besprechung der Schülerbeobachtungen in ein von allen begehrtes Event umzuwandeln.

Zunächst gaben sie an ihre Klasse den Auftrag, eine Hymne oder einen Song auszuwählen, mit dem diese Einheit eingeleitet und dann wieder abgeschlossen wird.

Bevor der erste Schüler seine Beobachtungen mitteilt, rollen zwei Beauftragte den „roten Teppich“ aus. Das ist ein kleines Stück Stoff auf den sich der Schüler, der gleich ein Lob erhalten wird, stellt. Dann sagt der Beobachter, was sein Mitschüler, der jetzt auf dem roten Teppich steht, gut gemacht hat. Dann gibt es Applaus. Dann folgt der nächste Schüler.

Wir können auch unseren Schülerinnen und Schülern den Auftrag geben, sich in Kleingruppen zu überlegen, welchen Rahmen sie ihren Beobachtungen geben möchten. So hatte beispielsweise eine andere Klasse die Idee, Urkunden an diejenigen zu verteilen, die gelobt wurden. Das kam in dieser Klasse gut an, die meisten zeigten sie stolz zu Hause.

Am einfachsten ist, wenn die Schule Erinnerungsblätter und Urkunden im Voraus entwickelt, mit denen alle Lehrpersonen dieser Schule arbeiten können.

 

Was tun, wenn es trotzdem noch einigen Schülerinnen und Schülern schwer fällt, die Regelung einzuhalten?

Fallbeispiel: „Ich glaube, ich habe es dir nicht gut erklärt:“

Ein 6.-Klässler hat die Klassenregel „Ich behandle andere respektvoll“ schon am zweiten Schultag eines neuen Schuljahres zum zweiten Mal nicht eingehalten. Sein Lehrer trifft sich zeitnah mit diesem Schüler. Er sagt, „Ich glaube ich habe dir unsere Abmachung, „Ich behandle andere respektvoll nicht gut erklärt – ich erkläre es dir gerne noch einmal.“ Dann erklärt es der Lehrer nochmal und sagt, „Ich bin davon überzeugt, dass du das schaffst“. Dann könnte er fragen, „Meinst du, dass du es schaffst, in Zukunft diese Abmachung einzuhalten – ich helfe dir, wenn du möchtest“. Oft sagen Schüler dann, „Ja, ich mache es“. Dann könnten wir antworten, „Prima, das freut mich, vielen Dank.“

Dann haben wir noch die Option, einen nächsten Termin mit dem Schüler zu vereinbaren, also z.B. könnten wir sagen, „Ich möchte, dass wir uns in zehn Tagen wieder treffen und schauen, wie es funktioniert hat“. Damit signalisieren wir dem Schüler, dass wir dranbleiben. Damit ist es aber noch nicht getan. Wir müssen davon ausgehen, dass der Schüler weitere Unterstützung braucht, um die Vereinbarung einzuhalten, also dass wir ihn beispielsweise häufig wohlwollend an die Abmachung erinnern. Also zum Beispiel sagen, „heute hast du die Abmachung gut eingehalten, prima“. Mehr dazu erfahren Sie in Eichhorn (2018 A).

Das heißt, wenn Schüler die Vereinbarungen zur Abstandsregel nicht einhalten sofort handeln – also bei jedem Regelverstoß eingreifen und gleichzeitig Unterstützung anbieten.

Ignorieren – eine riskante Strategie

Was geschieht, wenn wir bei Regelverstößen nicht eingreifen? Da ist sich die Forschung einig (Emmer and Sabornie, 2015). Das sehen einige Schüler als eine Art Erlaubnis an, gegen die Regel zu verstoßen. Sie halten diese dann im Weiteren weniger ein. Damit wird es für uns immer schwieriger, diese Schüler dazu zu bringen, die Regeln doch noch einzuhalten. Im Classroom-Management ist schon lange klar, dass wir zu Beginn eines neuen Schuljahres – und wir haben ja jetzt eine ganz neue Situation, die dem Beginn eines neuen Schuljahres ähnelt – den meisten Einfluss auf jeden einzelnen unserer Schülerinnen und Schüler sowie auf die ganze Klasse haben. Schon in den ersten Schultagen stellen wir die Weichen für das gesamte Schuljahr (Wong, 2018) – ganz besonders bei der aktuell vorhandenen Ausnahmesituation.

Die Gefahren häufigen Ermahnen`s

Natürlich müssen wir unsere Schülerinnen und Schüler ermahnen und zurechtweisen. Zuviel ermahnen und zurechtweisen kann aber nicht nur zu einem Abstumpfungseffekt auf Seiten der SuS führen, sondern zusätzlich auch in ein Überwiegen negativer Kommunikation von Seiten der Lehrperson. In dem Fall richtet eine Lehrperson ihre Aufmerksamkeit – meist unbewusst – auf das, was ihre Schülerinnen und Schüler falsch machen und reagiert unverzüglich mit ermahnen und zurechtweisen (Brophy, 2004). Damit steigt das Risiko, dass negative Kommunikation im Klassenzimmer überhandnimmt. Es kommt zu einem schlechten Klassenklima und dazu, dass einige Schülerinnen und Schüler immer weniger mit ihrer Lehrperson kooperieren.

Was tun? Statt zu viel zu ermahnen, mehr auf Einzelgespräche setzen. Die Details dazu finden Sie in Eichhorn, (2018 A).

 

 

Über den Autor

Christoph Eichhorn ist Autor zum Thema Classroom-Management. Er arbeitet als Lehrbeauftragter an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gibt Workshops und hält Vorträge zu Classroom-Management.

www.classroom-management.ch

 

Sein wichtigstes Buch:

Eichhorn, C. (2018 A):   Classroom-Management Basiswissen Kompakt: Stören

– Die wirksamste Störungsprävention

– Interventionsleitlinien bei kleinen Störungen

– Interventionsleitlinien bei großen Störungen

  1. Überarbeitete Auflage

Amazon CreateSpace Independent Publishing Platform

 

Literatur

Brophy, J. (2004): Motivating students to learn. 2. Aufl. Mahwah, NJ: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

 

Eichhorn, C. (2018 B): Classroom-Management: Wie Lehrer, Eltern und Schüler guten Unterricht gestalten. Klett-Cotta, 10. Auflage.

 

Emmer, E., Sabornie (2015): Handbook of Classroom-Management. Routledge, 2015, 2. Aufl.

 

Wong, H., Wong, R. (2018): THE Classroom Management Book